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Ernährung  04.04.2018 (Archiv)

Fettes Essen im Blut

Fett sorgt für enorme Schäden an den Blutgefäßen, hat eine neue Studie herausgefunden.

Ein einzelner fettreicher Milchshake mit einem Fett- und Kaloriengehalt, der einer Mahlzeit in einem Restaurant entspricht, kann gesunde rote Blutkörperchen rasch in kleine stachelige Zellen verwandeln, die im Inneren der Blutgefäße verheerenden Schaden anrichten und dazu beitragen, perfekte Voraussetzungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu schaffen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Medical College of Georgia gekommen.

Nur vier Stunden nach einem Milchshake mit Vollmilch, fettem Schlagobers und Eis hatten gesunde junge Männer Blutgefäße, die weniger in der Lage waren, sich zu entspannen sowie eine ähnliche Immunreaktion wie bei einer Infektion. Diese ungesunde Veränderung war bei den Studienteilnehmern laut den Forschern wahrscheinlich vorübergehend. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass es bei dieser Art von Ernährung definitiv zunehmende Auswirkungen gibt. Die in 'Laboratory Investigation' veröffentlichen Forschungsergebnisse könnten auch helfen, einzelne Berichte von Todesfällen oder Herzinfarkten nach einer extrem fettreichen Mahlzeit zu erklären.

Bei den Studienteilnehmern, die eine Mahlzeit mit den gleichen Kalorien, aber ohne Fett zu sich nahmen, konnten keine schädlichen Veränderungen des Blutes, der roten Blutkörperchen und der Blutgefäße festgestellt werden. Die Studie mit zehn jungen Männern war laut eigenen Angaben die erste, die besonders die roten Blutkörperchen untersuchte. Nur mit einer sehr fetten Mahlzeit wachsen ihnen jedoch Stacheln und sie geben Giftstoffe ab. Laut Mitautor Ryan A. Harris veränderten die Blutkörperchen ihre Größe und Form und wurden kleiner.

In den Zellen und im Blut gab es Hinweise auf Myeloperoxidase. Dieses Enzym wird durch eine Art von weißen Blutkörperchen exprimiert, das bei hohen Werten im Blut mit steifen Blutgefäßen, oxidativem Stress und Herzinfarkten in Zusammenhang gebracht wird. Myeloperoxidase steht auch mit einer eingeschränkten Fähigkeit der Blutgefäße, sich zu erweitern, in Verbindung und mit der Oxidation von HDL-Cholesterin. In der Folge trägt dieses normalerweise schützende Cholesterin zum Entstehen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bei. Wird es von einem erkrankten Blutgefäß aufgenommen, kann es zu einer Destabilisierung der Ablagerungen kommen. Die Folge kann ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt sein.

Es kam auch bei den weißen Blutkörperchen zu Veränderungen. Die Monozyten wurden durch die Aufnahme übermäßigen Fetts ebenfalls dick. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass sie Entzündungen begünstigen und in der atherosklerotischen Plaque nachweisbar sind. Auch das Blutplasma veränderte sich. Normalerweise sammelt es sich bei der Trennung der einzelnen Bestandteile des Blutes oben als klare gelbe Flüssigkeit an. Nach einer einzelnen extrem fettreichen Mahlzeit wurde das Plasma dick, veränderte die Farbe und war voll Lipide. Das Blut der Studienteilnehmer enthielt die zu erwartenden hohen Fett- und Cholesterinwerte. Laut Studienautorin Julia E. Brittain kann der Körper normalerweise mit einer derartigen Belastung umgehen. Das gelte jedoch nur, wenn diese nicht bei der nächsten und folgenden Mahlzeiten wiederholt werde.

pte/red

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#Gesundheit #Fett #Blut #Essen



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